Querfurter Carnevals Verein 1985 e.V.

 

Auszug aus dem Lokalteil der Mitteldeutschen Zeitung vom 12.11.2014

 

 

 

 

 

 

 Auszug aus dem Lokalteil der Mitteldeutschen Zeitung vom 28.02.2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnipp, schnapp...

... und der Schlips ist ab. Ganz der Tradition der Weiberfastnacht folgend, nahmen sich gestern die närrischen Frauen des QCV des Schlipses von Querfurts Bürgermeister Peter Kunert (FDP) an (Foto) und kürzten ihn.  

 

 

 

Auszug aus dem Lokalteil der Mitteldeutschen Zeitung vom 26.02.2014 mit freundlicher Genehmigung von Frau Salzmann

 

"Großklappe" regiert die Quernestadt

Astrid Hinkeldey und Steffen Jentsch sind das Prinzenpaar der aktuellenSession.

 

QUERFURT/MZ/SUS - Dreh- und Angelpunkt des Querfurter KarnevalVereins (QCV) ist unbestritten Astrid Hinkeldey. Sie hält bei weitem nicht nur als Vorsitzende die Fäden in der Hand, sondern ist zugleich Inspirationsquelle, Animations- und Stimmungskanone - und in der 29. Session übernimmt sie sogar selbst als Prinzessin zusammen mit ihrem Lebensgefährten Steffen Jentsch die närrische Regentschaft.

"Wir wären eigentlich im nächsten Jahr dran gewesen", erzählt Prinz Steffen. 2015 begehen die Querfurter Jecken ihren 30. Gründungstag. Dann will ihre Lieblichkeit Astrid aber nur eines wieder: ans Mikrofon und das Publikum mit flotten Sprüchen auf die Programmpunkte einstimmen. "Jetzt ist es allerdings weniger stressig", sagt die 47-Jährige. In Querfurt und Umgebung sei sie als "Großklappe von Querfurt" bekannt, nennt die taffe Frau ihren Spitznamen. Ihr Mundwerk hat sie in dieser Saison zurückgenommen, hat den Moderationsjob weitgehend abgegeben - nach einiger Überzeugungsarbeit von ihrem 48-jährigen Prinzen. Der Moderationsjob liegt nun in den Händen des Nachwuchses, wie zum Beispiel Teresa Oettingshausen und Silvana Wiegand von der Prinzengarde.

Noch einmal die närrische Regentschaft übernehmen? Da winkt das Paar lächelnd ab. Denn Würdenträger zu sein, ist ganz schön anstrengend. Dazu die Auftritte - etwa 15 insgesamt, von denen das Paar bereits zehn absolvierte. Das Gute an der Regentschaft sind die gewonnenen Erkenntnisse. "Dass die anderen viel selbstständiger arbeiten und es auch prima läuft, wenn ich mal nicht da bin", grienst Astrid Hinkeldey anerkennend.

Zu den Veranstaltungen schlüpft sie nun in ein weinrotes Samtkleid mit golden blinkenden Verzierungen. Es ist kein übliches Tollitätenkleid. Ziel sei es gewesen, die (historische) Stadt Querfurt zu repräsentieren. Er trägt das zeitgenössische Pendant. 400 Euro haben beide für die Gewänder ausgegeben - und die bekommen im heimischen Kleiderschrank einen Ehrenplatz.

Sehr majestätisch wirkt das Prinzenpaar. So kommt es, dass die Prinzengarde und andere Karnevalisten mit einem Knicks vor die gestandenen Karnevalisten treten. Ein gutes Gefühl, meint die Querfurterin, die sich so fühlt, wie es das diesjährigen Motto "Wir sind geblieben und schweben auf Wolke 7" aussagt. Vor über 25 Jahren hat sie als Tänzerin begonnen und kümmert sich nun um die Planung des Programmablaufs sowie die Organisation; Prinz Steffen ist dem Karnevalsfieber seit acht Jahren erlegen, hat als Fahrer angefangen und kümmert sich aktuell unter anderem um den Bühnenaufbau. Für Hinkeldey ist der Karnevalsverein ein Ziehkind. Die Mitglieder sind wie eine zweite Familie und die Jecken wissen, was sie an ihrem Prinzenpaar haben. "Astrid ist unsere Koryphäe. Hält sie ein Mikro in der Hand, ist sie in einer anderen Welt", schwärmt Karnevalist Uwe Westphal.

 

   

Auszug aus dem Lokalteil der Mitteldeutschen Zeitung vom 06.02.2013 

 

Astrid Hinkeldey präsentiert die Trophäensammlung - alles Schlipse,die Bürgermeister Peter Kunert bisher zur Weiberfastnacht einbüßte. FOTO: JUNGHANS

 

An die Schlipse . . .

VON REGINA RETZLAFF

 

QUERFURT/MZ - Die Scheren sind geschliffen, die Stimmung steigt. Morgen ist es nämlich wieder soweit. Dann ziehen die närrischen Weiber des Querfurter Carneval Vereins (QCV) durch die Stadt und schnippeln fleißig Schlipse ab. Die hängen vornehmlich an den Hälsen von Männern.

Seit 1998 tun das die Frauen nun schon. Und so ist es dieses Mal ein kleines Jubiläum.                                                                            Morgen fallen Schlipse. FOTO: ARCHIV

 

"Wir feiern 15  Jahre Weiberfastnacht", sagt Astrid Hinkeldey, die Präsidentin des QCV und morgen die Frau, die wieder einmal den ersten Schnitt setzen wird. "Ja, ich bin es immer, die dem Querfurter Bürgermeister Peter Kunert an die Krawatte darf", schmunzelt sie. Jeden einzelnen Schlips desStadtoberhauptes hat sie seit 1998 fein säuberlich in einer Plastiktüte aufbewahrt. Dadurch besitzt sie mittlerweile eine kleine Trophäensammlung.

Entstanden ist die Tradition nach einem Besuch der Querfurter Närrinnen in der Partnerstadt Karlstadt. Dort lebt seit 1995 "die Elle", eine gebürtige Querfurterin, die einen Karlstadter Karnevalisten heiratete. Und obwohl ihr Mann inzwischen verstorben ist, will sie weiterhin dort leben. "Die Elle hatte uns 1997 zur Weiberfastnacht nach Karlstadt eingeladen. Dort ziehen die verkleideten Frauen von Kneipe zu Kneipe und schneiden den Männern den Schlips ab, wenn sie ihnen kein Getränk ausgeben. Das ist ähnlich unserer Kneipenmeile, nett, aber eben nicht so richtig Fasching. Deshalb habe ich anschließend gesagt, dass wir das auch,aber doch anders machen wollen", erinnert sich Astrid Hinkeldey.Damals habe man sich noch gegen den QCV-Präsidenten durchsetzenmüssen, der anfangs so gar nicht begeistert war von der Idee. Aber 1998 fielen schließlich die ersten Schlipse den närrischen Querfurterinnen in die Hände.

Und morgen geht die Tradition in die 16. Runde: "Wir treffen uns am Donnerstag um 7.30 Uhr zu einem Sektfrühstück. Dann ziehen wir uns um und machen los. Unser erster Schnippeltermin ist so gegen 9 Uhr beim Bürgermeister", erzählt die Präsidentin weiter. Nach und nach fallen die närrischen Weiber dann in weitere Geschäfte und Unternehmen ein, um Schlipse zu killen. "Man kann sich aber auch freikaufen", so die Vereinschefin. Entweder mit einer Geldspende oder dem Opfern eines Schnürsenkels. Davon gibt es auch schon eine kleine Sammlung im Verein.

Bis gegen 14 Uhr zieht der lustige Tross durch die Stadt. "In Süd wartet immer schon eine kleine Gruppe Seniorinnen auf uns mit einem Sektchen und die Knirpse der Patenkita ,Sonnenkäfer´ stehen auch schon da", freut sich Astrid Hinkeldey auf morgen.

Abends dann wird ab 20 Uhr im Schützenhaus so richtig abgefeiert (einige Karten dafür sind noch an der Abendkasse zu haben). Da lasse man nur Frauen rein, logisch. "Aber wir hatten auch schon so gut verkleidete Männer, die haben wir erst am späten Abend enttarnen können", schmunzelt Astrid Hinkeldey, die Chefin von 60 Vereinsmitgliedern ist.